»Neuanfänge und Fortsetzungen 1993 – 2026« – Teil 3 der Veranstaltung mit Prof. Georg Fülberth zum nachhören!
Am 04. März 2026 führte unsere Parteigruppe eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema »Neuanfänge und Fortsetzungen 1993 – 2026: Geschichte der sozialistischen Opposition in Marburg – Teil 3« im Rahmen der dreiteiligen Veranstaltungsreihe »Geschichte der sozialistischen Opposition in Marburg von 1945 bis zur Gegenwart« mit Prof. Dr. Georg Fülberth durch. Die Veranstaltung kann auf unserem youtube-Kanal gerne nachgehört werden.
Der Ankündigungstext lautete:
»Vortrag mit Diskussion: Neuanfänge und Fortsetzungen 1993 – 2026 – Marburger Allerlei: GAL, Marburger Linke, PDS, PDS/Marburger Linke, Die Linke, Marburger Linke«
1993 hatte die DKP mitgeteilt, dass sie zur anstehenden Kommunalwahl nicht mehr antreten werde. Sie lud alle Menschen links von SPD und Realo-Grün ein, sich zu einer gemeinsamen Kandidatur zusammenzufinden. Die taten darauf das Dümmste, was sie machen konnten: Sie zerstritten sich und stellten zwei miteinander konkurrierende Wahlvorschläge auf. Eine „Grün-Alternative Liste“ (GAL) bekam 4,9 Prozent der Stimmen, eine „Marburger Linke“ 3,4. Jede von ihnen blieb unter fünf Prozent.
1994 wurde die PDS in Marburg mit einer Direktkandidatur für den Bundestag sichtbar. Zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung 1997 trat sie nicht allein an, sondern in einem Bündnis mit dem Namen „PDS/Marburger Linke“ (PDS/ML). Dieses übersprang die Sperr-Hürde. Das war – wie einst 1972 mit der DKP – damals noch ein bundesweiter Sonderfall. Als 2006 die „Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit“ (WASG) dazukam, entstand ein neues Bündnis, jetzt mit verändertem Namen: „Marburger Linke“. Einigkeit machte stark. 2024 traten drei Mitglieder der Partei „Die Linke“ aus der siebenköpfigen Fraktion der „Marburger Linken“ aus und bildeten eine eigene Fraktion. Ein Fehler aus der Vergangenheit wiederholte sich.
2026 kandidieren zwei linke Listen nebeneinander, hoffentlich nicht im Zoff, sondern inhaltlich gemeinsam: Gegen Sozialabbau, gegen faschistische Gefahr und gegen Kriegstüchtigkeit, für
- bezahlbaren Wohnraum für alle, zu finanzieren durch
- Erhöhung des Gewerbesteuer-Hebesatzes auf 460 Punkte.
- eine autofreie Innenstadt,
- eine friedensaktive Region ohne Werbung für die Bundeswehr im öffentlichen Raum
- weniger AfD durch mehr soziale Gerechtigkeit!

