»Geschichte der sozialistischen Opposition in Marburg von 1945 bis zur Gegenwart« – Veranstaltung mit Prof. Georg Fülberth zum nachhören!

»Geschichte der sozialistischen Opposition in Marburg von 1945 bis zur Gegenwart« – Veranstaltung mit Prof. Georg Fülberth zum nachhören!

Am 21. Januar 2026 führte unsere Parteigruppe eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema »1945 – 1966: KPD, Wolfgang Abendroth, sozialistische Opposition in der SPD, SDS« im Rahmen der dreiteiligen Veranstaltungsreihe »Geschichte der sozialistischen Opposition in Marburg von 1945 bis zur Gegenwart« mit Prof. Dr. Georg Fülberth durch. Die Veranstaltung kann auf unserem youtube-Kanal gerne nachgehört  werden.

 

Der Ankündigungstext lautete:

»Vortrag mit Diskussion: 1945 – 1966: KPD, Wolfgang Abendroth, sozialistische Opposition in der SPD, SDS?«

Nach der Niederlage des Faschismus kehrten die beiden Arbeiterparteien SPD und KPD in die Legalität zurück. Bei der ersten Kommunalwahl 1946 scheiterte die KPD an der damals geltenden 10-Prozent-Hürde. Die SPD wurde sofort zur bestimmenden Partei in Marburg. 1948 schafft es auch die KPD in die Stadtverordnetenversammlung. 1952 schied sie wieder aus, 1956 wurde sie verboten. Sie konnte aber als kleine Gruppe in der Illegalität fortbestehen.

1951 kam Wolfgang Abendroth nach Marburg und wurde im Kreisverband der SPD aktiv. Dort begannen seine Schüler Hanno Drechsler und Kurt Kliem ihren Aufstieg. Abendroths Gegen-Antrag zum Godesberger Programm wurde von der Marburger SPD angenommen. 1959 konnten die Linken den Kreisvorsitzenden stellen. Ein Jahr später war das wieder vorbei. 1961 wurde Wolfgang Abendroth aus der Partei ausgeschlossen.

Im selben Jahr trennte sich die SPD von ihrem Studierendenverband SDS. Er wurde allmählich zu einem Bestandteil einer bundesweit – auch in Marburg – einsetzenden außerparlamentarischen Opposition.