»Iran im Fokus des US-Imperialismus« – Veranstaltung mit Dr. Matin Baraki am 15.04.2026

»Iran im Fokus des US-Imperialismus« – Veranstaltung mit Dr. Matin Baraki am 15.04.2026

Die DKP Marburg-Biedenkopf lädt gemeinsam mit der SDAJ Marburg herzlich ein zur Vortags- und Dikussionsveranstaltung »Iran im Fokus des US-Imperialismus – Hintergründe und Analyse des aktuellen Konflikts« mit Dr. Matin Baraki. Unser Referent, Dr. Matin Baraki, Politikwissenschaftler, Dolmetscher und Lehrbeauftragter an der Universität Marburg, beleuchtet die historischen Hintergründe des aktuellen Krieges der USA und Israels gegen den Iran – ausgehend von der Einflussnahme westlicher Staaten im 20. Jahrhundert über die Folgen der Revolution von 1979 bis hin zur heutigen Rolle des Iran im Spannungsfeld internationaler Machtinteressen. Dabei analysiert er die strategischen Zielsetzungen der USA und ihrer Verbündeten, die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten sowie mögliche Perspektiven für Deeskalation und politische Lösungen.

DATUM: 15. April 2026 (Mittwoch)

ZEIT: 19:00 Uhr

ORT: Schwanallee 27-31 in 35037 Marburg

REFERENT: Dr. Matin Baraki*

VERANSTALTER: DKP Kreis Marburg-Biedenkopf / SDAJ Marburg

KONTAKT: marburg@dkp.de | facebook.com/DKP.Marburg | marburg.dkp.dehttps://www.youtube.com/@DKP-Marburg

Dr. Matin BarakiDr. Matin Baraki

Themenbeschreibung: »Iran im Fokus des US-Imperialismus – Historische Hintergründe zum aktuellen Konflikt«

»Die Demokratie im Nahen Osten darf keine Schule machen«, erklärte einst der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger. Der von den USA und Großbritannien unterstützte Putsch gegen den iranischen liberalen Ministerpräsidenten Dr. Mohammad Mossadegh im Jahre 1953 und die Installierung eines der brutalsten Herrscher, Reza Schah Pahlewi, war Teil dieser US-Strategie.

In Folge der iranischen Volksrevolution im Februar 1979 wurde der Schah gestürzt. Da die demokratischen Kräfte zuvor ausgeschaltet worden waren, übernahm die Geistlichkeit die Führung im Lande und errichtete ein theokratisches Regime. Mit der Machtübernahme der Neokonservativen (NEOCON) in den USA um Georg W. Bush Junior wurden sechs Staaten, darunter auch der Iran als »Achse des Bösen« eingestuft, die es zu beseitigen galt. Die Anschläge des 11. Septembers 2001 boten die Chance, die Strategie der militärischen Intervention umzusetzen. Begonnen haben die USA mit Afghanistan (2001) und Irak (2003). Als nächstes käme dann der Iran an die Reihe, so das Ziel der NEOCONs. Daraus wurde aber (zunächst) nichts – die Strategie der NEOCONs zerschellte damals an den Bergen des Hindukusch. Durch den aktuellen US-Israel-Krieg gegen den Iran soll nun nachgeholt werden, was zuvor misslungen war.

 

Matin Baraki studierte nach einer Ausbildung zum Feinmechaniker in Kabul Pädagogik und arbeitete als Lehrer. Von 1970 bis 1974 war er Technischer Assistent an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kabul. 1974 ging er in die Bundesrepublik Deutschland und promovierte 1995 an der Philipps-Universität Marburg. Er nahm danach als Politikwissenschaftler Lehraufträge für Internationale Politik an den Universitäten Marburg, Gießen, Kassel, Münster und der Fachhochschule Fulda wahr. Baraki publiziert über den Mittleren Osten sowie Zentralasien in Büchern sowie Zeitschriften und Zeitungen Deutschlands und der Schweiz.