“Iran im Fokus des US-Imperialismus” – Veranstaltung mit Dr. Matin Baraki zum nachhören!
Am 15. April 2026 führte unsere Parteigruppe eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema “Iran im Fokus des US-Imperialismus”” mit dem Referenten Dr. Matin Baraki** durch. Die Veranstaltung kann auf unserem youtube-Kanal gerne nachgehört werden.
Der Ankündigungstext lautete:
»Iran im Fokus des US-Imperialismus – Historische Hintergründe zum aktuellen Konflikt«
»Die Demokratie im Nahen Osten darf keine Schule machen«, erklärte einst der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger. Der von den USA und Großbritannien unterstützte Putsch gegen den iranischen liberalen Ministerpräsidenten Dr. Mohammad Mossadegh im Jahre 1953 und die Installierung eines der brutalsten Herrscher, Reza Schah Pahlewi, war Teil dieser US-Strategie.
In Folge der iranischen Volksrevolution im Februar 1979 wurde der Schah gestürzt. Da die demokratischen Kräfte zuvor ausgeschaltet worden waren, übernahm die Geistlichkeit die Führung im Lande und errichtete ein theokratisches Regime. Mit der Machtübernahme der Neokonservativen (NEOCON) in den USA um Georg W. Bush Junior wurden sechs Staaten, darunter auch der Iran als »Achse des Bösen« eingestuft, die es zu beseitigen galt. Die Anschläge des 11. Septembers 2001 boten die Chance, die Strategie der militärischen Intervention umzusetzen. Begonnen haben die USA mit Afghanistan (2001) und Irak (2003). Als nächstes käme dann der Iran an die Reihe, so das Ziel der NEOCONs. Daraus wurde aber (zunächst) nichts – die Strategie der NEOCONs zerschellte damals an den Bergen des Hindukusch. Durch den aktuellen US-Israel-Krieg gegen den Iran soll nun nachgeholt werden, was zuvor misslungen war..
Die DKP Marburg-Biedenkopf lädt gemeinsam mit der SDAJ Marburg herzlich ein zur Vortags- und Dikussionsveranstaltung »Iran im Fokus des US-Imperialismus – Hintergründe und Analyse des aktuellen Konflikts« mit Dr. Matin Baraki.
* Matin Baraki studierte nach einer Ausbildung zum Feinmechaniker in Kabul Pädagogik und arbeitete als Lehrer. Von 1970 bis 1974 war er Technischer Assistent an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kabul. 1974 ging er in die Bundesrepublik Deutschland und promovierte 1995 an der Philipps-Universität Marburg. Er nahm danach als Politikwissenschaftler Lehraufträge für Internationale Politik an den Universitäten Marburg, Gießen, Kassel, Münster und der Fachhochschule Fulda wahr. Baraki publiziert über den Mittleren Osten sowie Zentralasien in Büchern sowie Zeitschriften und Zeitungen Deutschlands und der Schweiz.

