»Von der APO bis zur DKP: Geschichte der sozialistischen Opposition in Marburg – Teil 2« – Veranstaltung mit Georg Fülberth am 18.02.2026

»Von der APO bis zur DKP: Geschichte der sozialistischen Opposition in Marburg – Teil 2« – Veranstaltung mit Georg Fülberth am 18.02.2026

Die DKP Marburg-Biedenkopf lädt herzlich ein zur dreiteiligen Veranstaltungsreihe »Geschichte der sozialistischen Opposition in Marburg von 1945 bis zur Gegenwart« mit Prof. Dr. Georg Fülberth. Am 18. Februar 2026 folgt der zweite Teil der  Veranstaltungsreihe, der das Thema  »Von der APO zur ASO und zur DKP: Sozialistische Opposition in Marburg 1966-1993« behandelt.

 

DATUM: 18. Februar 2026 (Mittwoch)

ZEIT: 19:00 Uhr

ORT: Schwanallee 27-31 in 35037 Marburg

REFERENT: Prof. Dr. Georg Fülberth

VERANSTALTER: DKP Kreis Marburg-Biedenkopf

KONTAKT: marburg@dkp.de | facebook.com/DKP.Marburg | marburg.dkp.de

Eintritt frei

Themenbeschreibung: »Vortrag mit Diskussion: 1966 – 1993: KVon der APO zur ASO und zur DKP«

Als die SPD 1966 in Bonn eine Große Koalition mit der CDU/CSU einging, gab es Protest und Absplitterungen an ihrem linken Rand. Im SDS diskutierte man über den künftigen Weg: Antiautoritärer Protest oder/und Anknüpfen an die reale Arbeiterbewegung und Nutzung parlamentarischer Zugänge? In Marburg bildete sich die „Arbeitsgemeinschaft Sozialistische Opposition“ (ASO). Sie bekam 1968 bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung 3,5 Prozent der Stimmen und blieb damit unterhalb der Fünf-Prozent-Grenze. In der SPD und in der Kommunalpolitik kam es zu einer Umgruppierung: Auf den langjährigen Oberbürgermeister Georg Gaßmann folgte Hanno Drechsler.

Seit 1967 krempelte die studentische Außerparlamentarische Opposition (APO) die Uni (teilweise) um. 1970 löste sich der SDS auf. Es folgte der „Marxistische Studentenbund Spartakus“ (MSB).

1972 dann eine bundesweite Überraschung: Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) errang zwei Sitze in der Stadtverordnetenversammlung. Sie bündelte die verschiedenen auch außerparlamentarischen Bewegungen in der Stadt. Auch die Grünen gaben sich anfangs sozialistisch. Das gab sich aber schnell.

Mit dem Umbruch 1989/1990 endete nicht nur die „Alte Bundesrepublik“, sondern auch die eine oder andere bisherige linke Gewissheit. 1993 kandidierte die DKP nicht mehr zur Stadtverordnetenversammlung. Sie lud alle Menschen links von SPD und Realo-Grünen zu neuer Zusammenarbeit über bisherige Grenzen hinweg ein.

 

Vorschau:

3. Vortrag mit Diskussion am 4. 3. 2026: 1993 – 2026: Marburger Allerlei – GAL, Marburger Linke, PDS, PDS/Marburger Linke, Die Linke, Marburger Linke

Rückschau:

1. Vortrag und Diskussion am 21. Januar 2026: »1945 – 1966: KPD, Wolfgang Abendroth, sozialistische Opposition in der SPD, SDS« – hier zum nachhören: